Dem EU-Emissionshandel eins ausgepisht
Februar 3rd, 2010 | by Wolfgang |Phishingmails sind auch im Jahre 2010 für viele naive leichtgläubige Internetnutzer eine echte Gefahr. Oftmals sind vermeidliche Mails von Banken oder sozialen Netzwerken täuschend gut gemacht und man merkt auch nicht, dass die URL posttbank.com irgendwie merkwürdig aussieht. Zum Glück wird man heute oft von seinem Browser gewarnt, wenn man eine solche böse Seite besucht.
Nun, einige europäische Unternehmen aus den Branchen Industrie und Energie sind anscheinend nicht von ihrem Browser oder Verstand gewarnt worden und haben den Anweisungen einer Pishingmail fleißig Folge geleistet. Diese forderte, dass sich der unwissende Empfänger zu einer gefälschten Seite begibt und dort sein aktuelles Login für die EU Emissionshandelsplattform eingibt. Angeblich, um das bestehende Login zu erneuern, um einen drohenden Hackerangriff abzuwehren. Sieben Empfänger nahmen das Schreiben für bare Münze und gaben damit ihre Daten preis. Die Urheber der Pishingmails nutzten diese Daten um Emissionszertifikate im Wert von mehreren Millionen Euro zu stehlen und gleich wieder weiterzuverkaufen. Ein einzelnes, ungenanntes Unternehmen soll dabei allein Zertifikate im Wert von 1,5 Millionen Euro verloren haben.
Die Unternehmen stehen nur in zweierlei Hinsicht schlecht da. Zum einen haben sie Zertifikate verloren, die viel Geld wert sind. Zum anderen kann es dadurch zu Problemen beim weiteren Betrieb der Unternehmen kommen, da sie ja keine Rechte für die geplante Umweltbelastung mehr besitzen und diese wahrscheinlich nachkaufen müssen. In der Haut der verantwortlichen Mitarbeiter möchte ich nicht stecken…
(via Golem.de)
| Tags:betrug, emissionshandel, phishing |
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